• April 26, 2020

Altersflecken (Pigmentflecken) entfernen

Schon der Name „Altersflecken“ steht nicht für ein positiv wahrgenommenes Bild. Deshalb kann es nicht schaden, einmal verschiedene Möglichkeiten zum Entfernen zusammen zu fassen.

Vorweg sei bereits gesagt, dass es nicht immer die große chemische Keule sein muss. Und das ist auch gut so. Schließlich greifen die oft erwähnten Cremes mir Bleicheffekt die Haut an und können diese auch austrocknen. Einige sollen sogar krebserregend sein.

Doch welche sanften und natürlichen Möglichkeiten gibt es, um Altersflecken möglichst effektiv zu entfernen?

Kresse zum Beispiel kann das Enzym der Altersflecken, das die Farbstoffproduktion zu verantworten hat, hemmen. Dafür muss die Kresse jedoch mit einem biotechnischen Verfahren aufbereitet und dann in einen kosmetischen Wirkstoff umgewandelt werden.
Das positive Kundenfeedback und die überzeugende Wirkung waren sogar für die Evertz Pharma GmbH, die eine feuchtigkeitsspendende Salbe für Gesicht und Hände mit Kresse entwickelt hat, eine Überraschung. DermaConsult hat eine unabhängige Studie durchgeführt und die Biovolen Kressesalbe sehr gut bewertet.

Eine sanfte Reduzierung und Aufhellung der Altersflecken bietet auch das Serum der Liftactiv Specialist Glyco-C Peeling Ampullen aus dem Hause Vichy, das ohne Duftstoffe hergestellt wird.
Die Anti-Pigmentflecken Ampullen enthalten einen 10 % Glycoläure-Komplex in Verbindung mit natürlichem Vitamin C fördert einen ebenmäßigen Teint. Zusätzliche Feuchtigkeit erhält die Haut durch ebenfalls natürliches Hyaluron.

Schauen wir uns an, welche Präparate darüber hinaus für die Behandlung von Pigmentflecken geeignet sind.

In einer in vivo, in vitro und in einer Split-Face-Studie mit freiwilligen Probanden konnte die neue „Eucerin-Anti-Pigment-Pflegeserie“ mit Thiamidol Altersflecken signifikant mildern. Bereits nach zwei Wochen regelmäßiger Anwendung waren erste Erfolge sichtbar.
Thiamidol besitzt die Eigenschaft, am Ursprung der Hyperpigmentierung, der Melaninsynthese, anzusetzen, womit der Erfolg begründet nachvollzogen wäre.

Auch mit Kojisäure kann die Melaninbildung gehemmt werden, weil die Produktion des dunklen Farbstoffs gehemmt wird. Regelmäßig angewendet, bilden sich die Flecken nach ca. zwei Monaten zurück. Kojiprodukte mit Lichtschutzfaktor haben den zusätzlichen Vorteil, dass der Bildung von neuen Altersflecken vorgebeugt wird.

Die hauteigene Melaninbildung wird von Dioic Acid verlangsamt. Die Entstehung von neuem Melanin wird verhindert, wenn die Creme einen zusätzlichen Lichtschutzfaktor enthält. Erste Ergebnisse zeigen sich bereits nach ca. vier Wochen.

Eine Creme mit Vitamin-A-Säure (Tretinoinum) muss vom Arzt verschrieben werden. Leider kann Vitamin-A-Säure zu Hautreizungen führen. Zudem wird die Haut sehr lichtempfindlich. Die Bildung von neuen Pigmentflecken kann dadurch nicht ausgeschlossen werden. Schwangere und Frauen, die gerade in der Stillphase sind, sollten diese Creme nicht verwenden.

Für die Verringerung von Pigmentstörungen auf direktem Weg ist der Wirkstoff Azelainsäure zu empfehlen, der das für die Bildung von Melanin zuständige Schlüsselenzym hemmt. In der Sonne muss unbedingt ein hoher Sonnenschutzfaktor aufgetragen werden. Erst nach ca. zwei bis drei Monaten ist ein Verblassen der Altersflecken zu erkennen. Die Haut sollte gut beobachtet werden, weil Azelainsäure zu Hautirritationen und Entzündungen führen kann.

Auch mit chemischen Peelings können Altersflecken behandelt werden. Als besonders effektiv gelten Fruchtsäure-Peelings. Allerdings sind sie auch als aggressiv eingestuft. Die Vitamin-A-Säure Behandlung ist genauso einzustufen. Deshalb gehören diese Behandlungen in geschulte und erfahrene Hände eines Dermatologen oder einer speziell ausgebildeten Kosmetikerin. Vor allem bei höherer Wirkstoffkonzentration.

Weiterführende Informationen unter: https://www.eucerin.de/pigmentflecken-entfernen

Altersflecken mit dem Laser oder der IPL-Technik entfernen

Die Lasermethode mit rotem Licht und der Bündelung von einer bestimmten Wellenlänge eignet sich besonders dann, wenn die lokale Hyperpigmentierung tiefer liegt. Es werden in der oberen Hautschicht gezielt die pigmentierten Zellen angegriffen, ohne dass umliegende Gewebe zu erreichen. Manchmal genügt eine einzige Laserbehandlung, um die Altersflecken zu entfernen. Danach sollte die Haut nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden.

IPL steht für Intense Pulsed Light. Hier werden Lichtbündel aus mehreren Wellenlängen angewendet und der Lichtstrahl in Wärme umgewandelt, wodurch die entsprechenden Zellregionen zerstört werden. Die gewählte Wellenlänge ist dafür verantwortlich, wie tief der Strahl eindringt. Angewendet wird dieses Verfahren genauso wie die Lasertechnik von speziellen Fachärzten. Auch in Hautzentren bedient man sich dieser zwei modernen Methoden zur effektiven Entfernung von Altersflecken.

  • November 22, 2019

Hautflechte (Mykose) – Was ist eine Hautflechte?

Die Hautflechte ist eine Pilzinfektion der oberen Hautschichten. Betroffen davon sind in erster Linie Erwachsene, die besonders stark schwitzen.

Hauptsächlich am Oberkörper entstehen linsengroße, gelblich-braune, mitunter auch schwarze Flecken, die manchmal zu größeren Flächen zusammenfließen. Typisch sind die Schuppen, die sich beim Kratzen von den erkrankten Hautpartien ablösen. Mediziner sprechen vom Hobelspanphänomen, weil die befallenen Hautschichten wie dünne Späne abgelöst werden können.

Welche Ursachen hat die Hautflechte?

Erreger ist ein Hautpilz. Die Sporen dieses Pilzes sind überall anzutreffen. Doch um sich in der Haut anzusiedeln und die Hautflechte hervorzurufen, brauchen sie günstige Wachstumsbedingungen, die bei starker Schweißabsonderung entstehen. Menschen in den Tropen werden deshalb besonders häufig von der Hautflechte befallen. Aber auch bei uns ist diese Pilzinfektion nicht selten.

Welche Symptome treten bei einer Hautflechte auf?

  • Rundliche bis ovale Flecken auf der Haut. Meist gelblich bis braun, selten schwarz.
  • Schuppenbildung; Hobelspanphänomen beim Kratzen.
  • Die betroffenen Hautstellen bräunen nicht in der Sonne.
  • Eventuell Juckreiz.
  • Später großflächige Hautverfärbungen.

Wie wird die Hautflechte behandelt?

Die betroffenen Hautstellen werden mit einer alkoholischen Lösung abgerieben, die Mittel gegen Pilze (Antimykotika) enthält. Außerdem muss die kranke Haut häufig mit sauren Seifen gereinigt werden. Wichtig ist es, die übermäßige Schweißbildung einzudämmen.

Was kann man selbst tun?

Manchmal hilft ein altes Hausmittel gegen die Hautflechte: Die befallenen Hautpartien werden kräftig eingeseift. Dann lässt man den Seifenschaum gut zehn Minuten lang eintrocknen. Schließlich wird er mit einer harten Bürste kräftig abgeschrubbt.

Diese Prozedur muss man einige Male wiederholen. Der Pilz besiedelt nämlich nur die obersten Hornschichten der Haut, die durch diese Methode abgelöst werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Grundsätzlich sollte man jede Veränderung der Haut, wenn sie nicht nach wenigen Tagen wieder von selbst verschwindet, vom Arzt begutachten lassen.

Die Hautflechte ist zwar mehr ein kosmetisches als ein medizinisches Problem, doch wird man sie selbst nicht immer sicher diagnostizieren können.

Was wird der Arzt tun?

Der Arzt wird Hautpartikel unter dem Mikroskop untersuchen, um den Erreger zu erkennen.
Außerdem wird er die veränderte Haut unter Woodlicht betrachten. Unter dieser speziellen Lichtquelle leuchten die Herde goldgelb bis orange.

Steht die Diagnose Hautflechte fest, wird der Arzt die pilztötenden Lösungen und besondere Seifen verschreiben.

Krankheitsverlauf

In den Achselhöhlen, auf Brust, Bauch oder auf Schultern und Rücken bilden sich zunächst meist nur ein paar kleine schuppige Flecken. Sie sind rund bis oval, gelblich bis braun, in seltenen Fällen auch schwarz.

Unbehandelt fließen die kleinen Flecken oft zusammen und bilden große, bizarr geformte Herde. Beim Kratzen lösen sich feine, glanzlose Schuppen ab.

In der Sonne ändern die pilzbefallenen Stellen ihre Farbe nicht. Wenn der Pilz abgeheilt ist, bleiben deshalb noch lange Zeit weiße, unpigmentierte Hautstellen zurück. erst später wird die Haut wieder gleichmäßig braun.

Ist Hautflechte gefährlich?

Mykose ist ungefährlich. Das körperliche Wohlbefinden wird auch kaum beeinträchtigt.
Nur wenn Juckreiz entsteht, kann es zu Komplikationen kommen. Durch das Kratzen werden dann oft tiefere Hautschichten verletzt, in die gefährlichere Krankheitserreger eindringen können.

Wie vermeidet man Mykose?

Wer sehr stark schwitzt und schon mal Mykose gehabt hat, sollte darauf achten, dass er leichte, luftige Kleidung trägt, unter der der Schweiß gut verdunsten kann. Naturfasern sind meist besser geeignet als synthetische. Außerdem sollte man sich nach dem Schwitzen immer gründlich waschen.

Weitere Informationen sowie Quellenhinweise unter www.gesundpedia.de/Hautflechte.

  • November 22, 2019

Was sind Flechten?

Lichenen (Flechten) beruhen auf einer symbiotischen Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz (Mykobiont) und einem oder mehreren Partnern (Photobionten). Die Photobionten (Algen oder Cyanobakterien) versorgen den Mykobionten mit Photosyntheseprodukten.

Gemeinsam sind die Symbiosepartner dazu in der Lage, unter oft drastischen Standortbedingungen zu überleben, denen keiner der Partner allein gewachsen wäre. So können Flechten beispielsweise auf Steinen im Hochgebirge 1000 Jahre und mehr überdauern. Die Doppelnatur der Flechten ist äußerlich nicht erkennbar.

Manche Algen- und Cyanobakterienarten können Photobiont für verschiedene Pilze sein.

Sexuell ist nur der Pilz: Er bildet Sporen in Fruchtkörper unterschiedlicher Gestalt (beispielsweise schüssel-, strich- oder stecknadelförmig). Deshalb werden Flechten auch entsprechend den Merkmalen des Flechtenpilzes in das System der Pilze eingeordnet.

Flechten wachsen mit 0,1–2 mm/Jahr sehr langsam, einzig Laubflechten wachsen mit 1–5 mm pro Jahr etwas schneller. Form und Größe der Flechte werden meist vom Pilz vorgegeben.

Warum ein Leben in Symbiose?

Der Vorteil des Pilzes in der Symbiose ist klar: Er bezieht von den Photobionten die notwendigen Kohlenhydrate. Anders könnte er beispielsweise auf Gestein nicht gedeihen. Die Vorteile der Photobionten liegen im Schutz vor raschem Wasserverlust (dank der Umhüllung durch das Hyphengeflecht) und im Schutz vor algenfressenden Tieren.

Wo leben Flechten?

Flechten können fast jedes Substrat besiedeln: Gestein (auch unter der Wasseroberfläche), Erdboden, Bäume (Holz, Rinde, Borke, Blätter), Moose, Autos, Gummi, Fensterscheiben, Leder und vieles andere. Dies erklärt, warum sie von der Arktis und Antarktis (hier etwa 200 bis 300 Arten) bis hin zur Tropenregion überall auf der Erde vorkommen. In kalten Regionen sind sie auf Grund ihrer Kälteresistenz vegetationsbestimmend. Viele Arten haben die Fähigkeit, bis weit unter den Gefrierpunkt Photosynthese zu betreiben. In Wüsten gelingt es Flechten, ihren Wasserbedarf allein aus Nebel-Niederschlag und Taufall zu decken.

Wie sehen Flechten aus?

Weltweit gibt es etwa 25.000, in Mitteleuropa rund 2.000 Flechtenarten. Flechten sind sowohl in der Gestalt als auch in der Farbgebung äußerst vielfältig. Jede Flechtenart wird durch einen spezifischen Pilz und eine spezifische Algen- oder Cyanobakterienart charakterisiert.

Flechten sind weiß, grau, braun, schwarz oder blass gelblichgrün gefärbt, teils auch leuchtend gelb, orange oder rot. Flechten setzen sich in ihren Eigenschaften deutlich ab von den Organismen, aus denen sie bestehen.

Die Flechten überziehen das Substrat meist flächig-krustig (Krustenflechten), teils bilden sich die Flechten auch in blättriger Gestalt (Laubflechten) oder strauchartig (Strauchflechten) aus oder hängen von Zweigen oder Felsen herab. Krustenflechten sind so eng mit ihrem Substrat verbunden, dass sie nicht unbeschädigt entfernt werden können.

Flechten haben mit den Moosen gemeinsam, dass sie vergleichsweise klein sind. Sie tauchen häufig in ähnlichen Lebensräumen wie Moose auf; haben darüber hinaus aber wenige Gemeinsamkeiten.

Schutz von Flechten

Etliche Flechtenarten stehen unter Naturschutz. Eine Liste der gesetzlich geschützten Flechten findet sich in der Artenschutz-Datenbank des Bundesamtes für Naturschutz. Der Schutz von Flechten wurde nötig, weil einige Arten durch Flechten-Sammler regelrecht ausgerottet wurden. Auch Standortveränderungen und Luftverschmutzungen machen den langsam wachsenden Flechten zu schaffen. Flechten zählen heute zu den am meisten gefährdeten Organismengruppen Mitteleuropas.

Problematisch am Sammeln von Flechten ist nicht nur, dass sie ohne Beschädigung oder Veränderung ihres Substrats kaum vom jeweiligen Untergrund gelöst werden können. Das Flechtensammeln kann auch das Substrat schädigen, was insbesondere bei Grabsteinen oder antiken Bauwerken von Bedeutung ist. Flechten sollten daher immer nur unter fachkundiger Anleitung gesammelt werden.